Klinischer Bereich
Kopf-Hals-Onkologie
Multidisziplinärer chirurgischer Ansatz bei Schilddrüsen-, Larynx-, Mundhöhlen- und Halskarzinomen — Funktionserhalt als oberstes Prinzip.
Was ist Kopf-Hals-Onkologie und welche Krebsarten umfasst sie?
Die Kopf-Hals-Onkologie umfasst die chirurgische Versorgung von Karzinomen der Schilddrüse, des Larynx, der Mundhöhle, des Pharynx, der Speicheldrüsen, der Nasennebenhöhlen und der zervikalen Lymphknoten. Der moderne Ansatz ist multidisziplinär: ein medizinischer Onkologe, ein Strahlentherapeut und ein HNO-Chirurg erstellen gemeinsam einen patientenspezifischen Behandlungsplan. Das klinische Prinzip von Prof. Dr. Hasan Ahmet Özdoğan besteht darin, die Erkrankung zu kontrollieren und gleichzeitig die Sprech-, Schluck- und Atemfunktion bestmöglich zu erhalten.
Multidisziplinärer Ansatz
Kopf-Hals-Karzinome passen selten in ein einzelnes Fachgebiet. Chirurgische Resektion, Radiotherapie, Chemotherapie und Immuntherapie werden je nach Fall kombiniert. In Tumorboards wird jeder Fall gemeinsam mit Radiologe, Pathologe, Strahlentherapeut und medizinischem Onkologen bewertet.
Die Lebensqualität des Patienten steht im Mittelpunkt des Behandlungsplans. Die postoperative Funktion — Stimme, Schlucken, Atmung — wird mit Erhaltungspriorität geplant.
Unterthemen
Schilddrüsenkrebs
Behandlung des papillären, follikulären, medullären und anaplastischen Schilddrüsenkarzinoms.
Larynxkarzinom
Stimmerhaltende Chirurgie im Frühstadium; totale Laryngektomie und Rehabilitation im fortgeschrittenen Stadium.
Mundhöhlenkarzinom
Chirurgische Resektion bei Karzinomen der Zunge, des Zungengrunds, des Mundbodens, der Lippe und der Wangenschleimhaut.
Häufig gestellte Fragen
- Nein. Halsschwellungen sind häufig gutartig (Lymphadenitis, Zyste). Dennoch erfordert jede länger als 3 Wochen bestehende Schwellung eine HNO-ärztliche Abklärung; eine Feinnadelbiopsie sichert die Diagnose.
- Ultraschall stratifiziert Knoten nach TIRADS; verdächtige Knoten werden mittels Feinnadelaspirationszytologie (FNA) untersucht. Die Zytologie bestimmt den Behandlungsplan.
- Nein. Im Frühstadium erhält die transorale Lasermikrochirurgie die Stimme. Ist im fortgeschrittenen Stadium eine totale Laryngektomie erforderlich, ist die Rehabilitation mittels tracheoösophagealer Stimmprothese, Elektrolarynx oder ösophagealer Stimme möglich.
- In den ersten 2 Jahren alle 3 Monate, in den Jahren 3–5 alle 6 Monate, danach jährlich. Bildgebung und Tumormarker werden fallbezogen geplant.
- Vorhandene Bildgebung und Pathologieberichte werden zur Vorabbeurteilung geteilt. Das multidisziplinäre Team erstellt einen schriftlichen Behandlungsplan. Bei Operationsbedarf werden Reisezeitplan, Krankenhausaufenthalt und nachfolgende Strahlen-/Chemotherapie-Koordination detailliert geplant.
- Ja. HPV-positive oropharyngeale Karzinome haben in der Regel eine bessere Prognose und sprechen besser auf die Behandlung an. Der Therapieplan (Chirurgie vs. definitive Radiochemotherapie) wird nach HPV-Status individualisiert.
References
Möchten Sie einen Beratungstermin buchen?
Erreichen Sie uns über WhatsApp für eine schnelle Antwort oder nutzen Sie das Kontaktformular.