Prof. Dr. Ahmet Özdoğan

Otologie

Cholesteatom

Eine destruktive, hautähnliche zystische Pathologie des Mittelohrs — Frühdiagnose und Mastoidektomie.

Medizinisch geprüft vonProf. Dr. Hasan Ahmet Özdoğan, HNO und Kopf-Hals-Chirurgie

Was ist ein Cholesteatom und warum ist es gefährlich?

Ein Cholesteatom ist eine hautähnliche (Plattenepithel-)zystische Wucherung im Mittelohr oder Mastoid. Es ist kein Krebs, aber destruktiv: Im Laufe der Zeit kann es Gehörknöchelchen, Fazialisnerv, Innenohr und sogar die Schädelbasis arrodieren. Klassisches Erscheinungsbild: langjährige fötide Otorrhö + Schallleitungsschwerhörigkeit. Das Risiko von Komplikationen (Fazialisparese, sensorineuraler Hörverlust, Meningitis, intrakranieller Abszess) rechtfertigt eine frühe Operation. Diagnose klinisch (Otoskopie/Mikroskopie) + Felsenbein-CT. Die Behandlung ist chirurgisch: Mastoidektomie (mit Tympanoplastik) ist Standard. Jährliche postoperative Nachkontrolle ist essenziell — Rezidivrate 5–15 %.

Chirurgischer Zugang

Mastoidektomie-Typen: gehörgangswanderhaltend (CWU - canal-wall-up) und gehörgangswandabtragend (CWD - canal-wall-down). CWU: bessere anatomische Erhaltung, aber höhere Rezidivrate (15–25 %) — eine Second-Look-Operation nach 6–12 Monaten wird empfohlen. CWD: niedrigere Rezidivrate (2–5 %), aber regelmäßige Höhlenreinigung erforderlich.

Die gleichzeitige Tympanoplastik (Rekonstruktion von Trommelfell und Gehörknöchelchen) adressiert den Hörverlust. Stufe 1: Cholesteatom-Entfernung. Stufe 2 (6–12 Monate später, falls erforderlich): Rekonstruktion der Gehörknöchelchenkette.

Häufig gestellte Fragen

  • Nein. Es ist kein Krebs; sein zelluläres Verhalten ist jedoch destruktiv — es arrodiert umliegenden Knochen. Deshalb ist eine Operation erforderlich.

References

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