Prof. Dr. Ahmet Özdoğan

HNO- und Kopf-Hals-Chirurgie

Schlafapnoe und Schnarchen

OSAS-Diagnose, CPAP-Management, intraorale Schienen und chirurgische Optionen — mit Fokus auf Tagesschläfrigkeit, Komorbiditätsrisiko und Lebensqualität.

Medizinisch geprüft vonProf. Dr. Hasan Ahmet Özdoğan, HNO und Kopf-Hals-Chirurgie

Was ist Schlafapnoe und wann sollte sie abgeklärt werden?

Die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) ist eine Erkrankung mit wiederholten Kollapsen der oberen Atemwege im Schlaf, begleitet von Sauerstoffabfällen und Weckreaktionen. Lautes Schnarchen, beobachtete Atempausen, morgendliche Kopfschmerzen, Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsstörungen sind Leitsymptome. Goldstandard der Diagnostik ist die Polysomnographie; der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) bestimmt den Schweregrad. Das Therapiespektrum reicht von CPAP über intraorale Schienen und Gewichtsmanagement bis hin zur Chirurgie der oberen Atemwege (UPPP, Hypoglossus-Nerv-Stimulation). Unbehandelte OSAS erhöht das Risiko für Hypertonie, Vorhofflimmern, Schlaganfall und metabolisches Syndrom.

Diagnose und Schweregrad

Bei hohem klinischen Verdacht bestätigt die Polysomnographie (PSG) die Diagnose. Leichte OSAS: AHI 5–15. Mittelschwer: 15–30. Schwer: >30. Begleitend erfolgt eine Beurteilung der oberen Atemwege (Mallampati-Score, mandibuläre Retrognathie, Tonsillenhypertrophie), die über die Eignung für eine Operation entscheidet.

Als Alternative zur PSG kommt die ambulante Schlafapnoetestung (HSAT) bei ausgewählten Fällen mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit zum Einsatz. Bei Verdacht auf begleitende Parasomnien oder periodische Beinbewegungen ist die PSG vorzuziehen.

Therapieoptionen

CPAP (continuous positive airway pressure) ist der Goldstandard; bei konsequenter Anwendung normalisiert sie den AHI nahezu. Bei mangelnder Adhärenz sind Unterkiefer-Protrusionsschienen (wirksam bis mittlere Schwere), Gewichtsmanagement, Lagerungstherapie und chirurgische Optionen zu prüfen.

Chirurgische Optionen: Tonsillektomie (große Tonsillen), Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP), Nasenchirurgie (begleitende Obstruktion) und Hypoglossus-Nerv-Stimulation (Inspire) bei fortgeschrittenen Fällen. Eine multidisziplinäre Beurteilung im Schlaflabor wird zum Standard.

Häufig gestellte Fragen

  • Nein. Einfaches Schnarchen (ohne Apnoen) ist häufig und bedarf nicht zwingend einer Behandlung. Bei starkem Schnarchen mit beobachteten Atempausen oder Tagesschläfrigkeit ist jedoch eine Polysomnographie indiziert.

References

Beratung anfragen

Erreichen Sie uns mit Ihren Fragen über WhatsApp oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Auf WhatsApp schreibenAnrufen