Prof. Dr. Ahmet Özdoğan

HNO- und Kopf-Hals-Chirurgie

Sinusitis und FESS

Medikamentöse Therapie und funktionelle Nasennebenhöhlenchirurgie mit FESS bei chronischer Sinusitis.

Medizinisch geprüft vonProf. Dr. Hasan Ahmet Özdoğan, HNO und Kopf-Hals-Chirurgie

Was ist FESS und wann wird sie durchgeführt?

FESS (funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie) ist eine minimal-invasive Technik, bei der verschlossene Sinusostien endoskopisch eröffnet werden. Indikationen: chronische Rhinosinusitis, die auf eine 12-wöchige maximale medikamentöse Therapie nicht anspricht, Nasenpolypen, Mukozele, Sinustumor und odontogene Sinusitis. Der Eingriff dauert 60–90 Minuten ohne äußeren Schnitt. Heilung: 1 Woche Nasenspülprotokoll, 2–3 Wochen Schonung, vollständige Heilung in 6–8 Wochen. Die Erfolgsrate beträgt bei spülungsadhärenten Patienten 85–90 %.

Diagnosealgorithmus

Die Diagnose der Sinusitis erfolgt klinisch (über 12 Wochen anhaltende Nasenobstruktion, postnasaler Drip, Gesichtsschmerzen/-druck, Hyposmie/Anosmie) und bildgebend (CT der Nasennebenhöhlen). Allergische Rhinitis, Immundefizienz und anatomische Anomalien sind Begleitfaktoren, die das Behandlungskonzept prägen.

Bei Vorliegen von Polypen wird die Polypenlast mit dem Lund-Mackay-Score eingestuft. Asthma-Komorbidität, NSAID-Empfindlichkeit und eosinophile Entzündung (CRSwNP-Phänotyp) sind entscheidend; Biologika (Dupilumab, Omalizumab) werden in ausgewählten Fällen erwogen.

Ablauf

  1. 1

    Konsultation

    2–4 Wochen vorher

    CT-Bildgebung, endoskopische Nasenuntersuchung, Allergietestung.

  2. 2

    Optimierung

    2 Wochen vorher

    Topische Steroide, ggf. orales Antibiotikum, häusliches Spülprotokoll.

  3. 3

    Operation

    60–90 Minuten

    Allgemeinanästhesie, endoskopische Eröffnung der Sinusostien.

  4. 4

    Entlassung

    Am selben Tag

    Entlassung am selben Tag, 7-tägiges Spülprotokoll beginnt.

  5. 5

    Nachsorge

    Woche 1, 3, 12

    Endoskopische Kontrolle, Krustenentfernung, Verlauf der Granulationsgewebe.

Häufig gestellte Fragen

  • Postoperative Schmerzen sind typischerweise leicht bis mittelschwer und werden mit Standardanalgesie kontrolliert. In den ersten 24–48 Stunden stehen Schwellung und Druckgefühl im Vordergrund.

References

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