Prof. Dr. Ahmet Özdoğan

HNO- und Kopf-Hals-Chirurgie

Septumdeviation

Eine der häufigsten Ursachen der Nasenobstruktion: der Unterschied zwischen alleiniger Septoplastik und funktioneller Rhinoplastik.

Medizinisch geprüft vonProf. Dr. Hasan Ahmet Özdoğan, HNO und Kopf-Hals-Chirurgie

Was ist eine Septumdeviation und wann ist eine Operation nötig?

Die Septumdeviation ist eine Verbiegung der knöchern-knorpeligen Trennwand zwischen den Nasenhälften nach links oder rechts. Sie kann angeboren oder posttraumatisch sein. Leitsymptom ist eine ein- oder beidseitige Nasenobstruktion; daneben treten postnasaler Drip, Sinusitis-Neigung, Schnarchen und gestörte Schlafqualität auf. Asymptomatische Deviationen bedürfen keiner Behandlung. Bei klinisch relevanter Obstruktion ist die Septoplastik Standard; soll auch die äußere Nasenform korrigiert werden, wird die Septorhinoplastik bevorzugt. Die moderne Technik schont das Mukoperichondrium und formt den Knorpel konservativ.

Septoplastik vs. Septorhinoplastik

Die Septoplastik korrigiert ausschließlich das innere Septum; die äußere Nasenform bleibt unverändert. Typische Dauer 60–90 Minuten, geschlossener Zugang, Heilung mit 7-tägiger Schiene ohne Tamponade.

Die Septorhinoplastik korrigiert sowohl das Septum als auch die äußere Nase. Sie ist vorzuziehen, wenn der Patient bereits mit dem äußeren Erscheinungsbild unzufrieden ist oder zusätzlich eine Rekonstruktion der äußeren Nasenklappe (z. B. Spreader-Graft) erforderlich ist.

Häufig gestellte Fragen

  • Nein. Asymptomatische oder leicht symptomatische Deviationen erfordern keine Behandlung. Bei klinisch relevanter Obstruktion (nächtliches Mundatmen, Schnarchen, Sinusitis-Neigung) sollte eine Operation erwogen werden.

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